Vorträge

Auf Anfrage halten wir Vorträge im gesamten deutschsprachigen Raum. Unsere Themen werden laufend erweitert; wir freuen uns über Vorschläge und Anregungen!

Polyamorie: Authentisch lieben · sinnlich leben

 

  • Was ist Polyamorie, was nicht?
  • Persönliche Erfahrungen und Herausforderungen
  • Entwicklungsmöglichkeiten in Beziehungen
  • Gesellschaftliche, psychische und spirituelle Implikationen

Die Einehe und das Gelöbnis zu lebenslanger Treue zwischen Mann und Frau gibt es menschheitsgeschichtlich gesehen erst seit sehr kurzer Zeit; sie wurzelten vor allem in wirtschaftlicher Notwendigkeit und religiösen Geboten.

Heute gibt es mehr und mehr Menschen, die in ihren Beziehungen das konventionelle Verständnis von Bindung und Treue in Frage stellen. Sie bekennen sich zu einer neuen Form der Ehrlichkeit und Freiheit – und gestehen es sich und ihren Partnern zu, Liebe nicht nur auf einen Menschen zu begrenzen.

Polyamorie beschreibt die Möglichkeit, erfüllende, tiefgehende Liebes- und Sexualbeziehungen mit mehr als einem Menschen zur selben Zeit mit dem vollen Wissen und der Zustimmung aller Beteiligten zu leben.

Identität und Liebe. Selbstverständnis in Monogamie und Polyamorie

 

  • Paradigmen der Liebe in monogamem bzw. polyamoren Kontext
  • „Ersatzreligion“ romantische Liebe vs. neues Selbstverständnis in Beziehungen
  • Umgang mit Identitätskrisen und erweiterte Horizonte

In unseren Beziehungen erfahren wir Nähe und Geborgenheit, teilen Werte und entwickeln uns persönlich weiter. Sie prägen und begleiten uns, oft für lange Zeit unseres Lebens.

Gerade unsere moderne Gesellschaft beginnt früh, uns Liebesbeziehungen als Statussymbol und Sinnstifter zu „verkaufen“. Neben der beruflichen Karriere gilt vielen die romantische, konventionelle Zweierbeziehung als das erstrebenswerteste (und meist überhöhte) Ideal unserer Zeit.

Doch unsere Beziehungen sind noch weit mehr als das: Betrachtet man sie als Projektionsflächen, erkennt man sie als individuelle wie kollektive Spiegel unserer Erwartungen, Hoffnungen und Ängste.

Thema des Vortrags ist der Beziehungsstatus als Identitätsstifter. Die Öffnung hin zu nicht-monogamen Beziehungsformen ermöglicht und provoziert eine gänzlich neue Perspektive auf das Selbstverständnis, das wir u. a. durch unsere Beziehungen generieren.

Endende Partnerschaften ziehen nicht selten schwere Krisen nach sich, aber warum ist das so? Welche Rolle geben wir unseren Beziehungen in Hinblick auf unsere Identität? Und wo liegen die Unterschiede im Weltbild monogamer bzw. polyamorer Beziehungen?

EiferSuchtFrei – Vom Besitzen zum Schenken der Liebe

 

  • Eifersucht als „Zeichen der Liebe“?
  • Ihr wahres Wesen: ein Mix aus Emotionen
  • Eifersucht als intelligenter Schutzmechanismus
  • Negative vs. positive Treue
  • Von der Angst zur Mitfreude

Eifersucht als Liebesbeweis – das scheint für viele Menschen in ihren Beziehungen kaum hinterfragbar zu sein: Eifersucht gehört zur Liebe wie die Würze zum Essen. „Wenn Partner und Partnerinnen eifersüchtig sind, weiß man, dass man ihnen nicht gleichgültig ist.“

Diese und ähnliche Sätze hört man nicht selten, wenn man sich mit dem Thema zu beschäftigen beginnt. Nach kurzer Zeit jedoch wird etwas Überraschendes klar: Die Eifersucht gibt es nämlich überhaupt nicht!

Was sich im Geheimen dahinter versteckt, ist ein Cocktail verschiedenster Gefühle, deren Ursprung in Angst und letztlich mangelnder Selbstliebe wurzelt. Das Etikett „Eifersucht“ wird allgemein gesellschaftlich akzeptiert und als Zeichen der Liebe umgedeutet, um sich vor dem zu schützen, was sich tatsächlich hinter ihr verbirgt.

Verlassenheitsängste, sexuelles und emotionales Besitzdenken sowie ein tief empfundener innerer Mangel sind nur einige der möglichen Bestandteile dieses Gefühlscocktails. Die Eifersucht hat in diesem Kontext den Sinn und die Aufgabe, uns vor schmerzhaften und oft unbewusst erlebten Emotionen zu schützen.

Wer den Ursachen der Eifersucht auf den Grund gegangen ist, erkennt, dass sie nichts mit dem geliebten Gegenüber zu tun hat, sondern einzig aus einem selbst heraus entsteht … und entwickelt so ein neues Verständnis von Treue, das auf Mitfreude und Loyalität basiert, nicht aber auf Angst und dem Einschränken und Kontrollieren der Liebe.

Kein Stress auf Wolke 7 – einfach verliebt?

  • Verliebtsein in mehr als einen Menschen – Polyamorie als Lösung?
  • Gibt es „die“ Verliebtheit? Und was kann sich (noch) dahinter verbergen?
  • Romantische Vorstellungen: Vom Minnesang nach Hollywood
  • ‚Elternprojektionen‘ in Beziehungen: vom kindlichen zum erwachsenen Liebesbegriff
  • Vom Verliebtsein in polyamoren Beziehungen – Umgang und neue Wege

Die „rosarote Brille“ kennt jeder … Aber was passiert, wenn man die Schmetterlinge im Bauch eigentlich gar nicht haben will?! Zum Beispiel dann, wenn man bereits in einer (monogamen) Beziehung steckt? Für Viele ist genau diese Situation Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit nicht-monogamen Beziehungskonzepten.

Genau so erging es auch Bernhard Reicher und Suna Jones. Im ihrem Vortrag geht es um ihren Weg in die Polyamorie – beispielhaft und sehr persönlich erzählen sie vom „Wandel des Verliebtseins“ und den Erkenntnissen, die sie seither über dieses Gefühl gesammelt haben.

Was genau ist die Verliebtheit – gibt es ein allgemeingültiges ‚Rezept‘? Wie kann man sich überhaupt in einen anderen Menschen verlieben, wenn man doch „glücklich vergeben“ ist? Oder steckt dahinter doch nur sexuelle Anziehung und Abenteuerlust? Und wie steht es mit dem Verlieben in polyamoren Beziehungen?

Wie immer ist der Impulsvortrag offen und locker gestaltet, die anschließende Diskussionsrunde bietet Raum für Austausch und Fragen aller Art. Gemeinsam wollen wir hinter die Maskerade der Verliebtheit blicken: Vom Minnesang zur romantischen Hollywood-Vorstellung, vom Frosch zum Märchenprinzen … Und was haben eigentlich unsere Eltern mit der ganzen Sache zu tun?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s